Bewley’s Tea: Ein irisches Rezept
Kultur Juni 21st, 2011Im 17. Jahrhundert zog es die Quäker Familie Bewley nach Dublin, wo sie heißen Tee im kalten Irland populär machen würden. Bewley’s Tea hat eine lange Tradition nach einem ganz eigenen Rezept.

Hier war das Bewley's Tea Haus früher beheimatet. infomatique©Flickr
1835 verschlug es Samuel Bewley zusammen mit seinem Sohn nach China, wo sie 2099 Kisten an wertvollen Teeblättern nach Irland zurück schickten, in der Hoffnung, dass die Iren den Trend des Tee Trinkens aufnehmen würden, denn bis dato war es eher ein Luxusgut der Engländer. Gesagt getan, im von den Bewleys 1827 geöffneten Café konnte Samuel von da an seinen ganz eigenen Tee servieren.
Besonders um die Jahrhundertwende herum wurde dieses Café zu einem Dreh- und Angelpunkt der irischen Intellektuellen, Schriftsteller, Künstler, Dichter und Denker trafen sich dort und sinnierten über ihre Werke. James Joyce, Samuel Beckett und Patrick Kavanagh kehrten häufig in die Grafton Street ein.
Der heutige Tee wird laut Bewley’s immer noch von Hand gepflückt, zum Trocknen ausgelegt und zerkleinert. Sobald er es dann durch die Fermentierung geschafft hat, wird er endlich nach Irland transportiert, wo er mit anderen Teesorten so abgestimmt wird, dass es zum individuellen Bewley’s Tea Geschmack kommt.
Bewley’s Tea kommt aus China (Frühling - Herbst), Kenya (ganzjährig), Indonesien (ganzjährig) und Indien (März bis November).
Die Iren trinken ihren Tee übrigens ähnlich wie die Engländer mit etwas Milch, ob man die nun vor oder nach dem heißen Wasser eingießt, ist jedem selbst überlassen, die Queen, bzw. ihre Diener fügen sie danach hinzu, aber das sollte den waschechten Iren nicht stören.
Recent Comments